Verlorene Träume.... Unser erfolgreichstes Musical!

Verlorene Träume

Nach den Erfolgen, die wir mit unserer deutschsprachigen

Version des Erfolgsmusicals „Joseph and the Amazing

Technicolor Dreamcoat“ von Andrew Lloyd Webber und

vor allem mit unserem eigenen Allgäumusical Notwender

hatten,

glaubten wir zunächst an die Grenzen des für uns Machbaren gestoßen zu sein. Doch nach 27 „Joseph“- und 42 „Notwender“ -Aufführungen musste früher oder später die Frage auftauchen, was kommt als nächstes? Die einfachste Lösung wäre gewesen, unsere beiden Musicals solange zu spielen, als noch Gäste unsere Aufführungen besuchen würden. Doch der Wunsch, etwas Neues, nach Möglichkeit noch Größeres zu produzieren, überwog. So war der Traum von einem neuen abendfüllenden Werk geboren.   Der Glaube an die Erfüllung von Träumen hatte bei fast allen Musicals, die Wir 18 bisher aufgeführt hatte, eine zentrale Rolle gespielt. Sei es „Starlight-Express“, „Joseph“ oder auch „Notwender“, immer wieder waren es Träume, die den Titelhelden zu großen Taten befähigten. Was lag also näher, als eine Geschichte über Träume zu inszenieren. Die Erfahrungen, die wir bei unseren Produktionen erworben hatten und all die Ideen, die wir bei den vorangegangenen Werken nicht realisieren konnten, wollten wir nun mit einbringen. Um dies zu ermöglichen, benötigten wir allerdings ein eigenes Drehbuch, das uns den Raum für die Verwirklichung all unserer Träume bot.   So begannen wir, eine Fantasy-Geschichte zu schreiben. Ganz bewusst lehnten wir uns mit unserer Story an das bewährte Strickmuster berühmter Romanvorlagen dieses Genres an. Ob es nun Mozarts Zauberflöte oder die Unendliche Geschichte von Michael Ende ist, immer wieder wird auf das probate Rezept zurückgegriffen: mystisch märchenhafte Figuren erleben große Abenteuer und am Ende wartet ein Happy End. Doch vom Traum bis zur Wirklichkeit mussten wir einen langen und oft mühsamen Weg beschreiten. Da wir uns bestehender Musik bedienen wollten, musste zunächst die Rechtslage geklärt werden. Als wir hierzu grünes Licht erhielten, fing die fieberhafte Suche nach geeigneten Musiktiteln an, deutsche Texte wurden geschrieben, Kostüme und Bühnenbilder entworfen; Choreographien erarbeitet.   Kurzum, unser Traum hatte uns gefangen genommen und es herrschte fieberhafte Betriebsamkeit in der Gruppe. Dass manche Idee wieder verworfen, mancher Titel wieder beiseite gelegt, und manche Texte mehrfach geschrieben werden mussten, bis letztlich alles stimmte, versteht sich natürlich von selbst.Nach und nach jedoch konnten wir die einzelnen Mosaiksteinchen zusammensetzen und es entstand ganz langsam ein konkretes Bild von unserem Rock-Märchen „Verlorene Träume. Dank eines hervorragenden Teamgeistes war es uns gelungen, unser neues Werk innerhalb eines Jahres von der Idee bis zur Premiere fertig zu stellen. Vor allem die letzten Wochen vor der Premiere waren für alle Beteiligten und ihre Familien sehr anstrengend. All die Mühen in den unzähligen Stunden, die wir zusammen gearbeitet, diskutiert und geprobt haben, waren aber schnell vergessen und es blieb nur noch die erwartungsvolle Freude und Spannung auf den Moment, wenn sich der Vorhang für unser neues Werk zum ersten Mal öffnen würde. Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen herzlich für das Verständnis, für die große Energieleistung und Disziplin bedanken.
© WIR18 / Fotofabrik Kempten / 2013

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